Bohnensack Podcast

04. Okt. 2026

#264 Der ultimative Guide für gebrauchte Landschaftsfotografie-Setups: Profi-Qualität für jedes Budget

Bohnensack, Podcast

Wer mich kennt, weiß: Ich liebe es, draußen zu sein, wenn das Wetter so richtig ungemütlich wird. Wenn der Wind peitscht, die Gischt an der Küste hochschlägt oder der Raureif bei eisigen Minusgraden an den Fingern beißt – genau dann entstehen doch die spannendsten Landschaftsaufnahmen. Aber genau dann muss das Equipment auch absolut kompromisslos abliefern.

Ich werde oft gefragt: „Radomir, muss ich wirklich fünfstellige Beträge auf den Tisch legen, um professionelle Landschaftsbilder zu machen?“ Meine klare Antwort: Nein, absolut nicht! Der Gebrauchtmarkt ist genial, um an extrem hochwertiges Werkzeug zu kommen, ohne das eigene Budget komplett zu sprengen. Gemeinsam mit meinem Partner MPB habe ich mir die Mühe gemacht, den Markt zu sondieren und euch konkrete Warenkörbe für Sony, Canon und Nikon zusammenzustellen. Sortiert nach Budgetklassen und basierend auf aktuellen MPB-Referenzpreisen im Zustand „Gut“ bis „Ausgezeichnet“. MPB ist Sponsor dieses Podcasts, es handelt sich also um Werbung.

Schnappt euch einen Kaffee, wir gehen direkt rein in die Praxis!

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Die Theorie – Worauf kommt es in der professionellen Landschaftsfotografie an? 

Wenn du deine Bilder groß drucken oder an Agenturen verkaufen möchtest, müssen Kamera und Objektiv spezifische Kriterien erfüllen:

Auflösung (Megapixel): Für feinste Details wie Blätter, komplexe Felsstrukturen oder einzelne Grashalme sind Sensoren mit hoher Pixeldichte von 30 bis 60+ Megapixeln ideal. Sie bieten dir zudem enormen Spielraum für nachträgliche Bildschnitte (Crops), falls du am Bildrand mal aufräumen musst.

Dynamikumfang: In der Landschaftsfotografie kämpfen wir ständig mit extremen Kontrasten – denk an den strahlend hellen Himmel bei Sonnenaufgang und die tiefen Schatten im Vordergrund. Ein Sensor mit hohem Dynamikumfang bei Basis-ISO erlaubt es dir, diese Schatten in der Nachbearbeitung fast rauschfrei aufzuhellen, ohne dass dir die Lichter ausfressen.

Wetterschutz (Weather Sealing): Professionelle Landschaftsfotografie findet draußen statt – oft im Regen, in der Gischt, im Staub oder bei klirrender Kälte. Ein robustes, wetterversiegeltes Gehäuse und ebensolche Objektive sind schlicht Pflicht.

Filterkompatibilität: Wir arbeiten extrem intensiv mit ND-, Grad-ND- (Verlaufsfiltern) und Polfiltern, um das Licht direkt vor Ort zu bändigen. Wichtig ist daher, dass die Objektive kein gewölbtes Frontelement haben, sodass man problemlos Standard-Filtersysteme (wie 100mm- oder 150mm-Steckfilter) montieren kann.

Die klassischen Brennweiten im Feld:

Ultraweitwinkel (14–35mm): Perfekt für dramatische Vordergründe und die weite, offene Landschaft.

Standardzoom (24–70mm / 24–105mm): Der absolute Allrounder für den klassischen, natürlichen Seheindruck.

Telezoom (70–200mm / 100–400mm): Essentiell, um Schichten in den Bergen optisch zu komprimieren oder weit entfernte Details gezielt zu isolieren. Ich habe euch das 100-400er empfohlen, da es gerade im Bereich intimate Landscape deutlich mehr Reichweite bringt als das klassische 70-200er.

Die Warenkörbe im Überblick

Hinweis: Die Preise bei MPB sind dynamisch und können sich je nach Angebot und Nachfrage leicht verändern. Die folgenden Setups bieten dir aber die perfekte Orientierung für deine Planung.

Budgetklasse 1: Bis 1.200 EUR (Der smarte Einstieg) 

Hier zeigen wir, dass man auch für ein überschaubares Budget verdammt viel Performance bekommt.

Warenkorb SONY 

· Body: Sony Alpha 7R II – Der absolute Auflösungskönig im Sparbereich!

· Objektiv: Tamron 28-75mm f/2.8 Di III RXD 

Warenkorb CANON 

· Body: Canon EOS R 

· Objektiv: Canon EF 16-35mm f/4 L IS USM 

· Zubehör: Canon EF-EOS R Adapter 

Warenkorb NIKON 

· Body: Nikon Z5 

· Objektiv: Nikon Z 24-70mm f/4 S 

Budgetklasse 2: Bis 2.500 EUR (Der Sprung in die Profi-Liga) 

In dieser Klasse setzen wir auf extrem bewährte Gehäuse der ersten oder zweiten spiegellosen Generation und kombinieren sie mit smarten Objektiven, um einen größeren Brennweitenbereich abzudecken.

Warenkorb SONY 

Body: Sony Alpha 7R III 

Objektiv 1: Tamron 17-28mm f/2.8 Di III RXD 

Objektiv 2: Sony FE 24-105mm f/4 G OSS

Warenkorb CANON 

Body: Canon EOS R 

Objektiv 1: Canon RF 14-35mm f/4 L IS USM

Objektiv 2: Canon RF 24-105mm f/4 L IS USM 

Warenkorb NIKON

Body: Nikon Z7

Objektiv 1: Nikon Z 14-30mm f/4 S

Objektiv 2: Nikon Z 24-70mm f/4 S 

Budgetklasse 3: Bis 6.000 EUR (Die „Trinity“-Mittelklasse für ambitionierte Profis) 

Hier machen wir keine Gefangenen mehr. In diesem Preisbereich bekommen wir entweder absolute High-Res-Gehäuse oder die berüchtigte „Holy Trinity“ (Weitwinkel-, Standard- und Telezoom) komplett untergebracht.

Warenkorb SONY 

Body: Sony Alpha 7R IV 

Objektiv 1: Sony FE 16-35mm f/4 G PZ 

Objektiv 2: Sony FE 24-70mm f/2.8 GM 

Objektiv 3: Sony FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS 

Warenkorb CANON 

Body: Canon EOS R5 (45 MP) 

Objektiv 1: Canon RF 14-35mm f/4 L IS USM 

Objektiv 2: Canon RF 24-105mm f/4 L IS USM

Objektiv 3: Canon RF 100-500mm f/4.5-7.1 L IS USM 

Warenkorb NIKON 

Body: Nikon Z7 II –

Objektiv 1: Nikon Z 14-30mm f/4 S

Objektiv 2: Nikon Z 24-120mm f/4 S 

Objektiv 3: Nikon Nikkor Z 100-400mm f/4.5-5.6 VR S 

Makro-Optionen zum Abrunden 

Wer neben den weiten Landschaften auch ein Auge für die feinen Details am Wegesrand hat – sei es der gefrorene Tautropfen oder einen Schmetterling, sollte den Warenkorb um eine Makro-Linse ergänzen:

Sony: Das Sony 90mm 2.8 ist eine absolut scharfe Bank.

Canon: Das alte Canon EF 100mm f/2.8 L IS USM am Adapter ist für ca. ein absoluter Preis-Leistungs-Kracher.

Nikon: Vom älteren Nikkor F 105mm per FTZ-Adapter rate ich euch an den modernen Z-Gehäusen eher ab – das ist im Vergleich zu den nativen Optionen nicht mehr zeitgemäß und daher nicht empfehlenswert.

Fazit & eure Meinung!

Der Gebrauchtmarkt bietet uns heute Möglichkeiten, von denen wir vor einigen Jahren nur träumen konnten. Man spart bares Geld, das man am Ende viel besser in die nächste Fotoreise oder einen packenden Workshop investieren kann.

Wer in der jeweiligen Budgetklasse im direkten Vergleich die Nase vorn hat, wo die versteckten Stärken und Schwächen der einzelnen Gehäuse und Linsen liegen, erfahrt ihr natürlich ausführlich in der dazugehörigen Podcastepisode! Hört da unbedingt rein, dort drösele ich die Details noch einmal komplett auf.

Sollten in diesem Podcast oder den Shownotes irgendwelche Marken genannt, verlinkt oder erkennbar sein, so handelt es sich um Werbung, unabhängig davon, ob dafür eine Gegenleistung erfolgt oder nicht.