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Festbrennweiten trotz perfekter Zoomobjektive? Ein Jahr Selbsttest

4. Januar 2022

Erfahrungsbericht, Fototechnik, Objektivtest

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Letztes Jahr hat mit einem Selbsttest für mich begonnen. Ob es funktioniert hat oder nicht? Mit diesem Cliffhanger werde ich in diesen Blogartikel beginnen. Ende 2020 habe ich mir in den Kopf gesetzt 2021 nur mit Fesbtbrennweiten zu arbeiten und keine Zooms zu nehmen. Das Gab mir die Chance massiv bei den Festbrennweiten aufrüsten zu dürfen und mich auf etwas Neues zu freuen. Da merkt man den Technikfan in mir.

Im Urlaub ist die Canon EOS R5 + Canon RF 35mm 1.8 IS immer dabei.

 

Warum überhaupt Festbrennweiten?

Die klassischen Gründe für Festbrennweiten sind an vielen Stellen nicht mehr vorhanden, zumindest bei Schärfe, Details und Abbildungsqualität sind viele der zuletzt erschienenen Zoomobjektive für spiegellose Kameras nahezu perfekt.

Dennoch gibt es einige Stellen an denen Festbrennweiten einfach besser sind als Zooms, hierzu zählen unter anderem vor allem drei Dinge:

  • Bild Look
  • Effektive Brennweite und Schärfe an der Naheinstellgrenze
  • Lichtstärke + Freistellung/Bokeh

 

Rollen wir das das Feld von hinten auf, die Freistellung und das Bokeh vieler Festbrennweiten ist schöner, das liegt vor allem an einer Sache, der maximalen Offenblende. Gerade Festbrennweiten mit einer Offenblende von 1,2-2,0 bieten oft fotografische Möglichkeiten, die ein Zoom nie erreicht und im Telebereich ist es genau so, die Freistellung eines 400mm Objektives bei Blende 2.8 ist einfach eine andere Liga als die eines Zooms bei 5.6. Dabei spielt der zweite Punkt, der effektiven Brennweite im Nahbereich eine entscheidende Rolle, denn je nach Konstruktion des Objektives, ist die effektive Brennweite im Nahbereich bei einer Festbrennweite wesentlich länger als bei einem Zoomobjektiv. Zum Thema effektive Brennweite, gibt es hier ausführliche Informationen von mir. Jetzt werden einige sagen, dass dies vor allem für Makrofotografen interessant ist, aber auch im Bereich Portrait oder bei kleineren Vogelarten ist der Unterschied nicht zu vernachlässigen, denn die Brennweite die vom Hersteller spezifiziert wird, wird immer auf „unendlich“ angegeben. Da allerdings sowohl Singvögel, als auch Pflanzen und Menschen im Portraitbereich eher im Bereich bis 10m Abstand fotografiert werden, ist die effektive Brennweite in diesem Bereich bei den meisten Zoomobjektiven kürzer als die einer Festbrennweite.

Zu guter Letzt kommt der Bild Look und da ist es echt superschwer eine klare Formulierung der Unterschiede zu finden. Denn der Bild Look von dem so oft gesprochen wird, bezieht sich in der Regel auf die Fotografie bei Offenblende, das bedeutet, die beschriebenen, positiven Effekte schlagen voll zu. Was jedoch zum Bild Look ungemein dazu zählt ist auch die Vignettierung, die bei lichtstarken Festbrennweiten oft stark ausgeprägt ist. Mein Ziel war das bewusste Fotografieren mit Festbrennweiten.

Hier findet Ihr einen kleinen Bokehvergleich von mir.

 

 

Bewussteres Gestalten und bewusstere Fotografie?

Gerade Einsteigern wird gerne empfohlen, kauf dir einmal eine Festbrennweite, damit lernst du bewusst Fotografieren. Persönlich traue ich mir zu mit einem Zoomobjektiv genauso bewusst zu Fotografieren wie mit einer Festbrennweite, im Gegenteil, wenn ich mich nicht bewegen kann, kann ich ggf. mit einem Zoomobjektiv gezielter sauber komponieren, wo ich mit dem Zoomobjektiv einen Ausschnitt am PC bereits einplanen müsste. Dieses Argument kann ich also für meinen Anwendungsfall nicht teilen. Umgekehrt ist mir bewusst, dass gerade Einsteiger, die nicht die neuesten und besten Zoomobjektive einsetzen, einen richtigen Kreativitätsboost erhalten können, wenn Sie erstmals eine lichtstarke Festbrennweite wie das 50mm 1,8 einsetzen. Weshalb ich dies relativieren möchte.

Landschaftsfotografie mit dem Voigtländer VM 15mm 4.5 Super Wide Heliar asphärisch III adaptiert an die Canon EOS R5.

 

Bildqualität und Schärfe?

Doch warum habe ich in die drei Faktoren nicht die Bildqualität und Bildschärfe aufgenommen? Ganz einfach, moderne High End Zoomobjektive liefern was Schärfe bis an die Bildränder angeht nahezu die gleiche Auflösung wie Festbrennweiten. Mir ist an der Stelle wichtig zu erwähnen, dass sind nur die modernen High End Zoomobjektive, die allesamt sehr teuer sind. Legt man eine High End Festbrennweite wie das Canon RF 85mm 1.2 neben das RF 70-200mm 2.8 muss man ehrlich sagen, die Festbrennweite ist immer noch optisch besser, es sind aber bei weitem keine Welten mehr wie früher und viele moderne Zoomobjektive sind inzwischen rein von der Auflösung und Schärfe besser als viele alte Festbrennweiten.

Das optisch vermutlich beste Objektiv, das ich je eingesetzt habe. Canon RF 85mm 1.2 L an der Canon EOS R5.

 

Was kommt in den Rucksack?

#Authentizität: zum besseren Überblick, die Canon Objektive sind alles mein Eigentum, also auch von mir gekauft, teilweise gebraucht und teilweise neu. Voigtländer unterstützt meine Projekte mit den beiden VM Objektiven.

Ein Lineup, dass alles abdeckt in meinem Rucksack ist sehr umfassend, konkret habe ich im letzten Jahr folgende Festbrennweiten eingesetzt:

Voigtländer VM 15mm 4.5 Super Wide Heliar asphärisch III

Voigtländer VM 21mm 3.5 Color-Skopar asphärisch

Canon RF 35mm 1.8 IS

Canon RF 85mm 2.0 IS

Canon RF 85mm 1.2 L (kam im laufenden Jahr dazu)

Canon EF 100mm 2.8 L IS Macro (im laufenden Jahr durch RF ersetzt)

Canon EF 135mm 2.0 L

Sigma 150mm 2.8 Macro

Sigma 180mm 2.8 OS Macro

Canon EF 200mm 2.8 L II

Canon EF 200mm 2.0 L IS

Canon EF 400mm 2.8 L IS III (im laufenden Jahr durch RF ersetzt)

 

Ich muss zugeben extra für dieses Experiment die beiden Voigtländer Linsen dazu genommen zu haben. Auch das Canon EF 135mm 2.0 wollte ich schon immer zurückhaben und so erwarb ich dieses gebraucht. Zu guter Letzt kam auch das Canon EF 200mm 2.8 L II dazu, das ich bereits an der Canon EOS 10D sehr gerne verwendet habe und nun als Erinnerungsstück und zum Fotografieren gebraucht kaufte. Die anderen Objektive waren ohnehin vorhanden. Einzig das Canon RF 85mm 1.2 hielt ich immer für unnötig, als ich dieses jedoch bei einem Workshopteilnehmer probierte und sah, dass es das schärfste Objektiv ist, das ich je gesehen habe, musste ich es kaufen.

Natürlich hatte ich nicht immer jedes Objektiv dabei gerade, bei den gedoppelten Brennweiten habe ich immer ein leichteres und ein schwereres Objektiv, das schwere Objektiv nahm ich nur zur Hand, wenn es ein konkretes Ziel dafür gab und das leichtere nahm ich dann, wenn ich nicht wusste, was ich brauche. Beispielweise für Landschaften nahm ich gerne das Canon EF 200mm 2.8, wohingegen ich für meine Nahaufnahmen und die Pflanzenfotografie lieber die Variante mit 2.0 nahm.

 

Gefühle und Umsetzung:

Es fing alles an im Januar mit den ersten Touren im Schnee. Wie soll ich es sagen, beim Packen meines Rucksacks hatte ich echt ein Problem. Ich dachte immer „oh Mann Rado, ohne das Zoom verpasst du bestimmt etwas“, „dieses Zoom solltest du unbedingt noch mitnehmen“. Leute, es fiel mir echt verdammt schwer.

Konkret kann ich formulieren, wenn ich wusste, was ich fotografieren werde, hatte ich überhaupt keine Bedenken die Festbrennweiten zu nehmen. Sobald ich nicht wusste, was mich erwartet, habe ich mich mit nur Festbrennweiten einfach unsicher gefühlt.

Schaue ich mir das Jahr an, so habe ich im Frühjahr wie immer unheimlich viel im Saarland (vor allem Bliesgau), aber auch in Rheinland-Pfalz fotografiert. Naturfotografie mit Festbrennweiten ist hier überhaupt kein Problem und gerade für die Pflanzenfotografie, für die Makrofotografie und für die Tierfotografie, bin ich es gewohnt nur mit Festbrennweiten zu arbeiten. In diesem Bereich tragen die oben genannten Vorteile, also Bild Look, effektive Brennweite und Schärfe an der Naheinstellgrenze und Freistellung/Bokeh voll zu. Warum das so ist, liegt auf der Hand, sowohl die Tiere als auch die Pflanzen fotografiere ich nicht nahe unendlich was die Entfernung angeht, sondern in der Tendenz unter 20m Entfernung.

Im Sommer ging es in die Berge und hier bekam ich erstmals eine Herausforderung, denn ein Video für Canon, in dem auch Zoomobjektive gezeigt werden sollten, sollte entstehen. Das wirkte sich natürlich darauf aus, dass ich diese auch eingesetzt habe. Bereits nach 6 Monaten hatte ich also verloren und wieder ein Zoomobjektiv verwendet, zwar nur wegen der kommerziellen Komponente meiner Fotografie, aber ab da war es wie bei einer Diät, wenn man das erste Mal Zucker gegessen hat, ich habe immer wieder auch ein Zoomobjektiv mitgenommen. Dennoch insgesamt habe ich im Vergangenen Jahr sehr viel mit Festbrennweiten fotografiert, wie eigentlich in jedem Jahr und kann ein klares Resümee ziehen. Insgesamt sind im letzten Jahr über 60% meiner kommerziell verwerteten Bilder mit Festbrennweiten entstanden.

 

Ein Portrait der Basstölpel mit dem Canon RF 85mm 2.0

Festbrennweite oder Zoomobjektiv:

Festbrennweiten nutze ich am liebsten, vor allem wegen dem Bild Look. Dieser kommt allerdings nur dann zum Tragen, wenn ich entweder die Lichtstärke brauche oder die Vignette dem Bildeindruck zuträglich ist. In der Tierfotografie nutze ich die Lichtstärke oft gezielt, um schnellere Verschlusszeiten zu erreichen. Gleichzeitig sind die Freistellung und Schärfe für viele meiner Aufnahmen essentiell.

Gerade, wenn es dann um abbildende Landschaftsfotografie geht, brauche ich keine Festbrennweite. Meine Landschaftsaufnahmen entstehen zum überwiegenden Teil irgendwo zwischen Blende 8 und 11. In der Regel spielen dabei auch weit entfernte Motive eine Rolle, entsprechend hat hier keiner der Vorteile, die oben genannt wurden, einen Einfluss auf meine Fotos. Umgekehrt ist es aber oft der Fall, dass ich gerade mit dem Teleobjektiv meinen eigenen Standort nicht ausreichend verändern kann, damit es einen Einfluss auf den Bildaufbau hat. Beispielsweise, wenn ich von einem Berg eine andere Bergkette fotografiere. Hier schätze ich die neuen Zoomobjektive sehr, die mir mit relativ kleinem Gewicht die Brennweite von 14-500mm abdecken. Die Schärfe ist bis an den Rand beeindruckend.

Damit kann ich für mich selbst folgende Regel ableiten:

Überall wo es mir um Bild Look und Lichtstärke geht, setze ich gerne die Festbrennweiten ein. Bin ich vor allem in der Landschaftsfotografie unterwegs nutze ich die Zoomobjektive.

Natürlich gibt es auch Spezialanwendungen in der Landschaftsfotografie, also gerade für die Nachtfotografie oder wenn ein Tilt/Shift Objektiv benötigt wird.

Canon EOS R5 + Voigländer 21mm 3.5

 

Kleine manuelle Festbrennweiten für Leica M an Canon RF Adaptiert:

Es kommt jedoch noch ein haptischer Aspekt hinzu. Für meine kommerziellen Arbeiten ist dieser vollkommen egal, für Fotografie als Erlebnis und Hobby ist dieser wesentlich. Ich spreche hier vom manuellen Fokuserlebnis und es gibt aus meiner Sicht drei Stufen davon: 1) Focus by Wire; 2) manueller Fokus an AF Objektiven, die an spiegellose Kameras adaptiert werden; 3) rein manuelle Objektive.

Sprechen wir von Focus by Wire, so betrifft dies alle drei großen Hersteller (Canon, Nikon und Sony), wie es bei den anderen Herstellern ist kann ich nicht sagen. Diese Fokussierung ist absolut synthetisch vom Gefühl, denn durch das Drehen des Fokussierringes bewegt der AF Motor den Fokus. Das Ergebnis ist funktional ok, emotional ein richtiger Flopp, es macht einfach keinen Spaß und ist teilweise zu unpräzise.

Schauen wir uns adaptierte AF Objektive, wie Canon EF Objektive an, so ermöglichen diese eine manuelle Fokussierung, die durch eine mechanische Übertragung funktioniert. Diese ist haptisch wesentlich besser.

Richtig Spaß hat man mit rein manuellen Objektiven, wie den Voitgländer VM Objektiven. Konkret finde ich die Objektive für Leica M alle (also auch Leica selbst und Zeiss) von der Verarbeitung richtig geil. Gleichzeitig macht die manuelle Haptik beim Fotografieren einfach Spaß. Zudem sind diese Objektive superklein und leicht. Diese manuelle Fokussierung macht das Erleben der Fotografie einfach schöner und dementsprechend ist es wie ich finde für das Hobby einfach cool.

 

 

Das Voigtländer VM 21mm 3.5 Color-Skopar asphärisch adaptiert an die Canon EOS R5.

 

Brennweiten:

Welche Festbrennweite ist eigentlich die Richtige für mich? Diese Frage ist superschwer zu beantworten, höre ich mir die Meinung anderer Fotografen an, so ist oft 35mm + 85mm der heilige Gral, andere sprechen von 28mm + 50mm. Man muss hier ganz klar sagen, das ist hochgradig individuell und ich kann nur von meinem Gefühl erzählen. Ich unterteile einfach mal in die Top Brennweiten und die Flop Brennweiten, für mich.

 

Top Brennweiten:

21mm

35mm

135/150/200mm

400mm

 

Flop Brennweiten:

15mm

85/100mm

 

Top:

21mm war schon immer meine Brennweite, an der Canon EOS 1DX war es noch das Zeiss Distagon 21mm 2.8 und heute ist es das Voigtländer VM 21mm 3.5 Color-Skopar asphärisch VM. Für mich ist es der perfekte Mix aus Weitwinkel und noch nicht zu starker perspektivischer Verzerrung. Mit dieser Brennweite kann man perfekt Landschaften, aber auch Menschen in der Landschaft fotografieren.

35mm für mich ein super Allrounder für Landschaften, teilweise Makros und für Reportage und Menschen. Diese Brennweite ist bei mir sehr oft im Einsatz, auch mein 14-35mmm Zoom steht gerne auf 35mm in der Landschaftsfotografie.

135-200mm diese Brennweite liebe ich, es ist ein leichtes Teleobjektiv, mit dieser Brennweite kann man super Landschaften Fotografieren, gerade bei Makros macht diese richtig Laune und auch für Portraits und Tiere eignet sie sich regelmäßig. Je länger ich darüber nachdenke, so schätze ich an dieser Brennweite, dass man gut den Himmel aus dem Bild ausschließen kann.

400mm + ggf. Extender sind eine super Brennweite für Tierfotografie, aber auch Pflanzenfotografie macht mit 400mm einfach richtig Spaß. Hin und wieder erwische ich mich auch dabei mit dieser Brennweite Landschaften aufzunehmen.

 

Canon EOS R5 + Canon EF 135mm 2.0 L USM

 

Flop:

15mm ich nutze den Brennweitenbereich zwischen 14-18mm sehr viel in der Landschaftsfotografie und komme hier auch mit einer 15mm Festbrennweite bestens aus. Dennoch macht mir persönlich das kompakte 21er einfach mehr Spaß und hat für mich einen breiteren Anwendungsfall.

85mm/100mm ich weiß, es ist total sinnvoll diese Brennweite als Flop aufzuführen und gleich drei Canon RF Festbrennweiten in diesem Bereich gekauft zu haben. Ich versteh die Brennweite 85mm einfach nicht. Für Landschaften ist sie gefühlt immer zu lang oder zu kurz, hier will ich lieber 70 oder 135mm. Für Pflanzen und Makrofotografie ist Sie mir meistens zu kurz. Für Tier und Portraitfotografie geht es mir genau so, eigentlich kann ich oft sehr gut mit 35mm + 135mm leben. Das 100er Makro nutze ich auf Reisen dennoch sehr gerne da es relativ kompakt und optisch herausragend ist. Das RF 85mm 2.0 habe ich wegen der Offenblende mit der Makrofunktion gekauft. Das RF 85mm 1.2 habe ich gekauft, da es optisch das beste und schärfste Objektiv ist, das ich je gesehen habe und ich Techniknerd genug bin, um das zu machen. Ich probiere mich sehr oft an den 85mm und sollte ich in den kommenden drei Jahren keinen Anwendungsfall dafür finden, so verkaufe ich diese auch wieder.

Canon EOS R5 + Canon RF 85mm 2.0

Fazit:

Was ist denn jetzt das Fazit? Radomir ist zu schwach, um es ein Jahr durchzuziehen oder Radomir ist so doof, dass er drei Festbrennweiten hat, deren Brennweite er nicht mag?

Das Fazit ist sehr vielschichtig und nicht einfach zu beantworten. Zooms und Festbrennweiten haben Ihre Berechtigung. Mir machen Festbrennweiten unheimlich viel Spaß. Die optisch hervorragenden Objektive bringen eine Hammer Leistung, sobald diese eingesetzt worden sind, wofür sie gebaut wurden, also Offenblende und nahe bis mittlere Distanz. Umgekehrt gibt es einen gigantischen Gebrauchtmarkt an sehr guten Festbrennweiten für Canon EF, die für verhältnismäßig wenig Geld, sehr viel Leistung bringen und somit den Einstieg in diese Art der Fotografie super ermöglichen. Zoomobjektive hingegen sind erst in den neuesten Generationen richtig, richtig gut und gebraucht immer noch teuer. Wer also die Wahl zwischen einem alten Zoomobjektiv von vor 20 Jahren und einer Festbrennweite dieses Alters hat, für den gilt immer noch, die Festbrennweite ist wesentlich besser. Betrachten wir wirklich nur die High End Zoomobjektive, so können diese absolut mit den Festbrennweiten konkurrieren. Hat man dann keinen Anwendungsfall für die Vorteile der Festbrennweiten, so erledigt das Zoom den Job vermutlich besser, da es flexibler ist.

 

P.S. die Voigtländer Objektive für Leica M habe ich über einen Novoflexadapter auf Canon RF adaptiert. Das Funktioniert natürlich auch auf Nikon Z, Sony E und alle anderen spiegellosen Mounts sehr gut. Wie immer bekommt Ihr 10% Rabatt auf alle Novoflexprodukte im Novoflexshop, indem Ihr mir eine kurze Mail an radomir ät naturfotocamp.de schreibt.

 

Eine Landschaftsaufnahme mit 800mm, also dem Canon 400mm 2.8 IS III mit 2X Extender.

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