Blog

La Gomera – Steine und Strukturen – Steinige Anreise

22. März 2018

Farben und Formen, Frühling, Küste, La Gomera, Landschaftsfotografie

 


Making of aus der roten Wüste auf La Gomera, zusammen mit meinem Novoflex Pro75 + Classicball 5 und meinem F-Stop Shuka.

War das eine tolle gemeinsame Woche. Ich habe eine gemeinsame Fotoreise nach La Gomera organisiert. Zusammen mit 5 super Fotografen ging es nach los. Wir, also Pia Steen, Roman Pohl, Volker Nagel, Matthias Schork und Gianni Del Bianco, begannen unsere Anreise an zwei verschiedenen Flughäfen: München und Frankfurt. Die Frankfurter Gruppe, bestehend aus Volker, Gianni und mir sollte eigentlich um 11:25Uhr auf Teneriffa sein und von Dort um 14 Uhr mit der Fähre nach La Gomera übersetzen. Die anderen sollten die Fähre um 19Uhr nehmen.
Glücklicherweise waren unsere Fluglinien sehr gut vorbereitet auf ca. 10cm Neuschnee. So mussten wir 3h17min im Kreis fahren auf den Rollbahnen in Frankfurt. Als es dann losgehen sollte war der Tank nicht mehr voll genug, sodass wir gezwungen waren nachzutanken. In der Zwischenzeit überholte uns die Münchner Gruppe, bestehend aus Matthias und Roman bereits, doch auch bei Ihnen wurde falsch geplant, eine Zwischenlandung zum Tanken in Lissabon war nötig. So kamen wir alle zu spät und Pia musste auf Teneriffa den ganzen Tag auf uns warten. Das Schöne daran war, wir konnten nun gemeinsam die Zeit zur 19 Uhr Fähre überbrücken, die wir nun alle gemeinsam nehmen konnten.
Auf La Gomera angekommen (kurz nach 20Uhr) nahmen wir die Mietwagen entgegen und beeilten uns in den nächsten Supermarkt, um 20Uhr58; 2min vor Ladenschluss platzten Volker, Roman und ich gerade rechtzeitig in den Supermarkt und erbeuteten noch genug Nahrungsmittel für den Abend und den nächsten Tag (Sonntag). Nun ging es auf den Weg zu unserem Ferienhaus auf der anderen Inselseite. Hier begrüßte uns eine sehr gut deutsch sprechende und sehr strukturierte Spanierin. Gegen 23Uhr hatten wir es geschafft und waren angekommen. Bis dahin hatte ich eine Anreise von knapp 23,5 Stunden hinter mir.
Es konnte nur besser werden und das wurde es auch, wir hatten eine tolle Woche, mit teilweise zu gutem Wetter und in der Sonne bis zu 32 Grad. Dazu ein tolles Ferienhaus mit einer über 100qm großen Dachterasse, die wir täglich zu gemeinsamen Frühstücken und Gesprächen nutzten. Wir hatten viel Spaß gemeinsam zu fotografieren, motivierten uns zum frühen Aufstehen und dazu gemeinsam zu fotografieren. Die Stimmung war unglaublich gelassen und voller Freude.
Jeden Tag gingen wir gemeinsam Fotografieren, drei Mal täglich, so wie es für fotosüchtige Pflicht ist. Ich nahm mir vor viel mehr Details zu machen, Strukturen und Formen. Jeden Tag sehe ich auf unterschiedlichsten online Plattformen die spektakulärsten Landschaften und Stimmungen, ob es die gezeigten Gebirgsformationen oder Lichtstimmungen wirklich gibt, sei für mich dabei öfter dahingestellt. Ich entschloss mich also dazu das Weitwinkel nur dann auf die Kamera zu packen, wenn es wirklich schöne Lichtstimmungen geben sollte und viel mehr Zeit in Strukturen und Formen zu investieren, gerade sobald das Licht am Morgen oder in der Dämmerung besonders schön wurde, wollte ich Strukturen fotografieren. Ich habe das Gefühl, dass mir das oft mehr Freude bereitet. Es ist eine Art Meditation. Diese suchen nach Details, die Übertragung meiner Ruhe in Motive die jedem verborgen bleiben, der nicht danach sucht. Ich mag es sehr gerne, die Poesie und Harmonie in den Strukturdetails zu suchen. Auf das Licht und die Welle zu warten und konzentriert an einem Stein oder einer kleinen Struktur zu arbeiten. Für mich muss es nicht immer weitwinkliger und spektakulärer sein, im Gegenteil das erzeugt in mir häufig eine Hektik, eine innere Unruhe und gleichzeitig eine gewisse Langeweile. So entstand bei mir auf dieser Reise ein großes Portfolio an Details, viele Makros des endemischen Gomera-Gecko (Tarentola gomerensis) und viel weniger Landschaftsaufnahmen, als sonst.
Ich durfte an drei verschiedenen Morgen Steinstrukturen in der Roten Wüste fotografieren, da das Zeitfenster dafür besonders knapp ist, die 15min zwischen Dämmerung und Sonnenaufgang eignen sich dafür, da dann das weiß besonders intensiv strahlt und das Rot besonders schön wirkt. Sobald die Sonne über den Horizont streift ist der Zauber verloren. Umgekehrt hat man 30min vor Sonnenaufgang noch 480 sek Verschlusszeit bei Blende 11 und die Details haben noch keinerlei passende Kontraste. Aber auch die Steine in der Brandung wirken am schönsten, wenn der Himmel sich rot und orange färbt. Dann findet ihr einzigartige kalt/warm Kontraste zwischen dem Wasser im Schatten und den angeleuchteten Wasser und Steinpartien. Mir hat es große Freude bereitet mich wieder auf solche Motive zu konzentrieren.
Aus diesem Grund beginne ich in diesem Blogeintrag einfach mit einigen Bildern aus der roten Wüste, es ist unglaublich was Lavagestein, Metalle, Korrosion, Wind, Sonne, Salz und Regen über die Jahrhunderte erschaffen. Aber seht selbst!

 


Der Pico del Teide kurz vor Sonnenaufgang.
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Novoflex PRO75 + Novoflex Classicball 5 II

 


Ein alter Eukalyptusbaum ist der einzige Baum in dieser kargen Landschaft.
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Novoflex PRO75 + Novoflex Classicball 5 II

 


Die rote Erde im Kontrast zum blauen Himmel.
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Novoflex PRO75 + Novoflex Classicball 5 II

 


Schnell wird das Morgenlicht zunehmend härter.
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Lensinghouse ND 3.0 + Novoflex PRO75 + Novoflex Classicball 5 II

 


Doch die Strukturen die es zu entdecken gibt sind unglaublich:
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Lensinghouse 0,9 Reverse Novoflex PRO75 + Novoflex Classicball 5 II

 


– ein Flaschengeist
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Lensinghouse Polfilter + Novoflex PRO75 + Classicball 5 II

 


– ein Totenschädel
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Lensinghouse Polfilter + Novoflex PRO75 + Classicball 5 II

 


– ein Gecko
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Lensinghouse Polfilter + Novoflex PRO75 + Classicball 5 II

 


– ein Geist
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Lensinghouse Polfilter + Novoflex PRO75 + Classicball 5 II

 


– oder auch „der Schrei“
Canon 5DSR + Canon 4,0 24-70mm L IS + Lensinghouse Polfilter + Novoflex PRO75 + Classicball 5 II

NEUERE EINTRAGÄLTERE EINTRAG

Sollten in diesem Blogbeitrag irgendwelche Marken genannt, verlinkt oder erkennbar sein, so handelt es sich um Werbung, egal ob dafür eine Gegenleistung erfolgt oder nicht.

Facebook Instagram 500px