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Col de Bavella, wo man Kiefern und Mufflons trifft

19. Juni 2013

Frankreich, Frühling, Kosika, Landschaftsfotografie, Säugetiere, Schnee, Tiere, Wildlife

Eines der größten Highlights auf Korsika ist für mich der Bavellapass und die umliegenden Berge. Ich habe dort zweimal zwei Tage verbracht. Auf dem Bavellamassiv erheben sich Berge, die zwischen 1588m und 1848m hoch sind. Als ich das erste Mal auf dem Bavellapass ankam, war ich entzückt. Auf dem 1218m hohen Pass waren es angenehme 20 Grad und es blühten zahlreiche wilde Krokusse in einem wunderbaren Kiefernwald. Dazu die umliegenden schroffen Gipfel, auf die zahlreiche wunderbare Kletterrouten führen. Dieser erste Eindruck hat sich mir eingebrannt. Auf einer ersten Erkundungstour entdeckte ich ein Schild, wonach das Jagen der Mufflons in dieser Region verboten sei. Dies ließ mein Herz höher schlagen, vielleicht wäre es möglich ein Mufflon zu fotografieren? Ich habe im Vorfeld mit einigen Korsen gesprochen und immer, wenn ich nach Mufflons fragte, bekam ich einen etwas ungläubigen, eher spöttischen Blick als Antwort und die Aussage, sehen vielleicht, fotografieren nein. Ich habe es dennoch probiert, leider nur mit mäßigem Erfolg. Die Tiere sind dämmerungsaktiv und sehr scheu. Ich konnte sie zwar jeden Tag sichten, doch es kam nie zu einer Begegnung in Fotoreichweite bei passablem Licht. Viel öfter erschreckten sie mich, wenn ich nachts mit der Kopflampe durch das Gebirge streifte und auf einmal eine Gruppe Mufflons an mir vorbeirannte. So blieb mir die Landschaftsfotografie vor Ort. Doch das Wetter war entweder viel zu gut, oder viel zu schlecht. Bei meinem zweiten Besuch in den Bergen wurde ich nämlich eingeschneit. Rekordwerte von -3 Grad Celsius und das Ende April auf Korsika? Ich konnte es kaum glauben und war froh darüber neben der Badehose und Sonnenmilch, auch eine Daunenjacke, einen dicken Schlafsack und Schneeketten mit mir zu führen. Dennoch so kalt, wie auf dem Bavennapass kam es mir schon lange nicht mehr vor. Der Schnee war extrem nass und so sogen sich alle Materialien, die nicht aus Goretex bestanden sehr schnell voll mit Wasser. Leider auch meine dünnen Handschuhe, sodass ich nach einer Stunde kaum noch meine Finger fühlte. Dennoch war es ein Erlebnis, das ich nicht missen wollen würde. Leider zerstörte der Schnee gleichzeitig alle Frühblüher in den Bergen. Einzig unter manch einer großen Kiefer konnte, der ein oder andere Krokus überleben. Für mich sind die Kiefernwälder dieses Gebirges der wohl schönste Ort Korsikas. Ich habe eine große Vorliebe für Wälder und dieser Wald wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben.


Dichtes Schneetreiben

 


Ein erstes Mufflon im Wald

 


Tief im Wald versteckt, findet man die Mufflons

 


Die Bergkette im Sternenlicht

 


Gegenlicht bei Nacht

 


Erst unter Sternen, entfaltet dieser Wald seine Wirkung

 


Das Mondlicht beleuchtet, die freieren Waldflächen

 


Der Wald wird sich weitgehend selbst überlassen, was für eine besondere Atmosphäre sorgt

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